Impulsgeberin

Petra Augustyn

Petra Augustyn

Künstliche Intelligenz: Wird der CEO von Morgen berechenbar?

Die meisten Menschen versuchen, den Gedanken an die Endlichkeit des eigenen Lebens so lange wie möglich von sich fernzuhalten. Es gibt aber Situationen, in denen das nicht mehr geht: In der Krise! Die stärkste Krise für ein Unternehmen ist die Liquidation. Die gezielte und konsequente Schließung vermittelt den MitarbeiterInnen das Gefühl, das eigene „Grab“ zu schaufeln.

Wenn wir den Hauptgewinn ziehen, werden wir im Schlaraffenland leben. Was aber, wenn nicht? Werden wir dann vom Skynet abgeschafft?

Big Data ist bereits ein vielfach diskutiertes Thema, Begriffe wie Deep Learning und Superintelligenz tauchen immer häufiger in den Medien auf. Big Data sind dumme Daten. Computer können zwar Muster erkennen, die Menschen nicht sehen, doch sie sind nicht in der Lage, Daten aus unterschiedlichen Quellen miteinander zu vergleichen, oder komplexe menschliche Verhaltensweisen zu interpretieren. Zu wirklich nützlichen Erkenntnissen kommen derzeit nur menschliche Analysen. Oder eben hochintelligente Computer, die es nur in Science Fiction gibt. Deep Learning sind künstliche, neuronale Netze, oder Werbung für die Nerven (Neuromarketing). Grundannahme ist, dass Menschen nicht rational handeln, weil ihnen für definitive Entscheidungen die notwendigen Informationen fehlen. Über eine mögliche Verdrängung durch Computer werden sich Menschen erst im 22. Jahrhundert Gedanken machen müssen. Doch unsere Gedanken in der Gegenwart, beeinflussen unsere Zukunft. Superintelligenz ist ein System das die Analyse seiner Umwelt immer weiter optimiert und die Repräsentation dieser Optimierung als Grundlage weiterer Optimierungen nutzt. Ein Superoptimierer.

Künstliche Intelligenz ist kein Versuch die menschliche Intelligenz nachzubauen. Nur deren Flexibilität und Leistungsfähigkeit bei der Problemlösung ist für diesen Ansatz relevant. Systeme, die das Verhalten von Führungskräften und Entscheidungsprozesse prognostizieren können, sind möglich. Wird der CEO von Morgen berechenbar sein? Fragen, die wir diskutieren werden:

  • Welche Weichenstellungen zur Auswirkung der Künstlichen Intelligenz können wir als Gesellschaft heute schon treffen?
  • Was sind ethische Zielfunktionen und wozu werden wir sie brauchen.
  • Künstliche Intelligenz als Manipulationsmaschine zur Mitarbeiterführung?
  • Kann Künstliche Intelligenz die Führung übernehmen? Szenarien der Zukunft.

Petra Augustyn studierte Betriebswirtschaft, Kunstgeschichte und Philosophie und stieg parallel im Produktionsmanagement des ORF Wien in die Medienbranche ein. Nach erfolgreichen Jahren in leitenden Tätigkeiten als Marketing und E-Commerce Managerin in Konzernen wie Generali VersicherungsAG und Julius Meinl international AG, übersiedelte sie im Jahr 2002 von Wien nach Hamburg und gründete die UNDER PAR Ltd. ein international agierendes Immobilien-Development. Später gründete sie die UNDER PAR Publishing Ltd., eine Unternehmung die Projekte wie das UNDER PAR E_Paper und MUSEUM TV, einen Internetfernsehsender hervorbrachte. Beide Projekte wurden erfolgreich an einen Medienkonzern verkauft.

Augustyn war Vizepräsidentin des IAB (Internet Advertising Bureau Austria) in der Gründungsphase 2002–2004. Sie lebte in Hamburg, Zürich, London und auf La Gomera (Spanien). Derzeit lebt sie in Wien und arbeitet an einem Augmented und Virtual Reality Projekt (ktschng.com) und an einem AI_Projekt (feelgood.tips).