Keynotes

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Impulsgeber

Hans Garstenauer Wiener Leadership Kongress 2017
Hans Garstenauer
Führung: wenn es in Unternehmen von der "Intensivstation" auf die "Palliativstation" zugeht
Die meisten Menschen versuchen, den Gedanken an die Endlichkeit des eigenen Lebens so lange wie möglich von sich fernzuhalten. Es gibt aber Situationen, in denen das nicht mehr geht: In der Krise! Die stärkste Krise für ein Unternehmen ist die Liquidation. Die gezielte und konsequente Schließung vermittelt den MitarbeiterInnen das Gefühl, das eigene „Grab“ zu schaufeln.

„Sterben lernen heißt leben lernen“ – Dieser Satz aus der Palliativ-Medizin gilt auch bei der gezielten Schließung von Organisationen. In seinem Impuls widmet er sich folgenden Fragestellungen:

  • Wie motiviert man Menschen in einer solchen Situation?
  • Wie bindet man die Menschen an das Unternehmen?
  • Was bedeutet „Personalentwicklung“ in der Krise?
  • „Zeige mir, wie Du kündigst, und ich sage Dir, wie Du führst“
Kurzvita
Nach dem Studium der Wirtschaftspädagogik (WU Wien) stieg Hans Garstenauer im Finanzdienstleistungsbereich bei der ERSTEBANK ein. Danach übernahm er das Recruiting und die Personalentwicklung in der ÖVAG. Während der Finanzkrise war er 4 Jahre Personalleiter der FMA. Anschließend übernahm er in der ÖVAG die Verantwortung für die „Abbau-Einheiten“ und für komplexe HR-Restrukturierungs- und Change-Projekte.

Neben seinen umfassenden Ausbildungen als Coach, Mediator, Change-Manager und Personalmanager ist Hans Garstenauer auch Trainer und Vortragender – vor allem zu komplexen Themen des HR-Managements mit aktuellem Schwerpunkt in professionellem Trennungsmanagement.

Petra Augustyn Wiener Leadership Kongress 2017
Petra Augustyn
Unternehmerin, ktschng.com, feelgood.tips
Künstliche Intelligenz: Wird der CEO von Morgen berechenbar?
Wenn wir den Hauptgewinn ziehen, werden wir im Schlaraffenland leben. Was aber, wenn nicht? Werden wir dann vom Skynet abgeschafft?

Big Data ist bereits ein vielfach diskutiertes Thema, Begriffe wie Deep Learning und Superintelligenz tauchen immer häufiger in den Medien auf. Big Data sind dumme Daten. Computer können zwar Muster erkennen, die Menschen nicht sehen, doch sie sind nicht in der Lage, Daten aus unterschiedlichen Quellen miteinander zu vergleichen, oder komplexe menschliche Verhaltensweisen zu interpretieren. Zu wirklich nützlichen Erkenntnissen kommen derzeit nur menschliche Analysen. Oder eben hochintelligente Computer, die es nur in Science Fiction gibt. Deep Learning sind künstliche, neuronale Netze, oder Werbung für die Nerven (Neuromarketing). Grundannahme ist, dass Menschen nicht rational handeln, weil ihnen für definitive Entscheidungen die notwendigen Informationen fehlen. Über eine mögliche Verdrängung durch Computer werden sich Menschen erst im 22. Jahrhundert Gedanken machen müssen. Doch unsere Gedanken in der Gegenwart, beeinflussen unsere Zukunft. Superintelligenz ist ein System das die Analyse seiner Umwelt immer weiter optimiert und die Repräsentation dieser Optimierung als Grundlage weiterer Optimierungen nutzt. Ein Superoptimierer.

Künstliche Intelligenz ist kein Versuch die menschliche Intelligenz nachzubauen. Nur deren Flexibilität und Leistungsfähigkeit bei der Problemlösung ist für diesen Ansatz relevant. Systeme, die das Verhalten von Führungskräften und Entscheidungsprozesse prognostizieren können, sind möglich. Wird der CEO von Morgen berechenbar sein? Fragen, die wir diskutieren werden:

  • Welche Weichenstellungen zur Auswirkung der Künstlichen Intelligenz können wir als Gesellschaft heute schon treffen?
  • Was sind ethische Zielfunktionen und wozu werden wir sie brauchen.
  • Künstliche Intelligenz als Manipulationsmaschine zur Mitarbeiterführung?
  • Kann Künstliche Intelligenz die Führung übernehmen? Szenarien der Zukunft.
Kurzvita
Petra Augustyn studierte Betriebswirtschaft, Kunstgeschichte und Philosophie und stieg parallel im Produktionsmanagement des ORF Wien in die Medienbranche ein. Nach erfolgreichen Jahren in leitenden Tätigkeiten als Marketing und E-Commerce Managerin in Konzernen wie Generali VersicherungsAG und Julius Meinl international AG, übersiedelte sie im Jahr 2002 von Wien nach Hamburg und gründete die UNDER PAR Ltd. ein international agierendes Immobilien-Development. Später gründete sie die UNDER PAR Publishing Ltd., eine Unternehmung die Projekte wie das UNDER PAR E_Paper und MUSEUM TV, einen Internetfernsehsender hervorbrachte. Beide Projekte wurden erfolgreich an einen Medienkonzern verkauft.

Augustyn war Vizepräsidentin des IAB (Internet Advertising Bureau Austria) in der Gründungsphase 2002–2004. Sie lebte in Hamburg, Zürich, London und auf La Gomera (Spanien). Derzeit lebt sie in Wien und arbeitet an einem Augmented und Virtual Reality Projekt (ktschng.com) und an einem AI_Projekt (feelgood.tips).

Oskar Dohrau - Wiener Leadership Kongress 2017
Oskar Dohrau

Manager, Developer, Consultant und engagierter Investor

Was passiert, wenn alle im Unternehmen die Führung übernehmen (können)?

DEWETRON ist ein österreichischer Hersteller von Test- & Messsystemen, die entsprechend den hohen Anforderungen aus der internationalen Energie-, Automobil-, Transport- und Luftfahrtindustrie entwickelt werden. Die Komplettlösungen zeichnen sich durch ihren hohen Funktionsumfang und ihre intuitive Bedienung aus.

Seit 2016 wird in einem Team der holakratische Weg gegangen, eine Form der hierarchielosen, selbstorganisierten Organisationsstruktur. Nach einem für das Team sehr erfolgreichen Jahr und intensiver Evaluation Anfang 2017 wird Holacracy im Team weitergeführt und nach Bedarf in der Organisation schrittweise weiter ausgebaut.

Wenn eine Organisation sich entscheidet hierarchische Entscheidungsstrukturen durch selbstorganisierte Strukturen zu ersetzen, tauchen einige Fragen auf, wie z.B.

  • Wie wird entschieden? Basisdemokratie, Abstimmungen funktionieren nicht!
  • Können und wollen überhaupt alle Menschen selbst entscheiden?
  • Was ist, wenn große Fehler passieren und keine FK/Manager vorhanden sind?
  • Wer kann Geld ausgeben? Was passiert mit Freigabeprozessen?
  • Was machen die ehemaligen Manager? Braucht die dann keiner mehr?

Diese und weitere Fragen wird Oskar Dohrau anhand vieler persönlicher Erfahrungen und Situationen aufgreifen und zur Diskussion stellen. Dabei wird nicht das Holacracy-Modell im Vordergrund stehen, sondern die Erfahrungen mit einer Struktur, die neue Wege in der Unternehmensführung einfordert.

Kurzvita

Oskar Dohrau ist Manager, Developer, Consultant und engagierter Investor.
Als begeisterter Entwickler stellt er sich gerne komplexen Aufgaben und schätzt das Schöpferische am Finden und Umsetzen von Lösungen. Zu Beginn seiner Karriere entwickelte er Produkte und Systeme (Industrieroboter, Leitzentralen). Im Laufe der Zeit verschob sich der Fokus auf die Entwicklung von Geschäftsmodellen und Unternehmen, wie beim Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs in einem internationalen Unternehmen, der Gründung seines eigenen Unternehmens, der Restrukturierung der Technologieorganisation und Produktentwicklung bei Atronic (jetzt IGT) und zuletzt bei seiner Tätigkeit als CEO der Dewetron Group.

Mit Selbstorganisation basierend auf Holacracy hat Oskar Dohrau eine Lösung für die rasant steigende Dynamik in den Märkten gefunden und bei Dewetron Anfang 2016 in einem Geschäftsbereich erfolgreich eingeführt.

Judith Klaiber Wiener Leadership Kongress 2017
Judith Klaiber

Universitätsassistentin
Institut für Praktische Theologie und Werteforschung der Universität Wien

Was passiert, wenn Tugenden die Führung übernehmen?

If you want to lead someone, go and fix yourself first.
                                                    nach Federico Pistono.

Der Tugendbegriff scheint völlig aus der Zeit gefallen und höchst angestaubt. Aber in sogenannten disruptiven und transformativen Zeiten ist er für eine Selbstreflexion spannend. Nicht nur können ethisch aufgeladene Diskurse im Zeichen des Wandels oftmals als Irritation und vielleicht auch als Überforderung empfunden werden. Darüber hinaus muss eine gestiegene Komplexität durchgestiegen und –gedacht werden. Aber wie? Als Angebot dient dabei der Rückgriff auf Tugenden, die für UnternehmenslenkerInnen stärkend und als Richtschnur wirken können.

Ein philosophisch-theologischer Impuls zeigt auf, was Tugenden überhaupt sind und welchen Beitrag sie zur Gesinnung und Haltung der Leader-Persönlichkeit leisten können.

  • Wie soll und kann ich heute überhaupt handeln?
  • Wie wird die eigene Handlungsfähigkeit entwickelt?
  • Welche Orientierungspunkte dienen meinem unverwechselbaren Führungsstil?

Diesen Fragen wird anhand des Dissertationsprojekts „Leadership und Werte“ nachgegangen, erste Ergebnisse werden präsentiert und offen zur Kritik gestellt.

 

Photocredit: Joseph Krpelan www.derknopfdruecker.com

Kurzvita

Nach dem Studium der Geschichtswissenschaft und katholischen Theologie in Tübingen und Uppsala, folgt seit 2014 das Doktoratsstudium an der Universität Wien mit dem Schwerpunkt „Leadership und Werte“. Als Universitätsassistentin koordiniert Judith Klaiber die Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Werteforschung mit den Projekten zur Wertebildung und zur European Values Study 2017 und ist für die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Arbeitsgemeinschaft verantwortlich.

Photocredit: Joseph Krpelan www.derknopfdruecker.com

 

Christian Aigner - Wiener Leadership Kongress 2017
Christian Aigner

Fachbereichsleiter Sachwalterschaft, VertretungsNetz

Was passiert in einer Organisation, in der ein Gesetz die Führung übernimmt?
Das VertretungsNetz Sachwalterschaft, Patientenanwaltschaft und Bewohnervertretung vertritt österreichweit psychisch kranke und intellektuell beeinträchtigte Menschen als gesetzliche Vertreter. Dies passiert in der Psychiatrie (Patientenanwaltschaft) und in Heimen (Bewohnervertretung) und als Sachwalterin in bestimmten Angelegenheiten, die die betroffenen Personen nicht selbst erledigen können.

 

Aufgrund einer neuen gesetzlichen Regelung und neuer Aufgaben kommen vor allem auf den Fachbereich Sachwalterschaft ab 2018 große Änderungen zu. Das VertreungsNetz Sachwalterschaft ist österreichweit in 29 Standorten organisiert. Zentraler Kern der neuen Regelung ist die Selbstbestimmung der KlientInnen, die gesetzlich intendiert ist und dadurch auch eine Weiterentwicklung in der Kommunikation mit den KlientInnen notwendig macht.

Das wirft folgende Fragen auf, die nach dem Impulsvortrag auch zur Diskussion stehen:

  • Welche neuen Führungsstrukturen können das rasche Wachstum der regionalen Führungsspanne von derzeit schon ca. 30 auf dann 40 hauptberufliche MitarbeiterInnen unterstützen?
  • Welche Führungsstrukturen sind für ExpertInnen am besten geeignet?
  • Wie integriert man in kurzer Zeit ca. 120 neue MitarbeiterInnen?
  • Kann die aktuelle Spezialisierung der MitarbeiterInnen auf bestimmte Tätigkeiten „einfach so“ um neue Aufgaben erweitert werden?
  • Genügt es für die fachliche Arbeit an den Standorten TeamkoordinatorInnen einzusetzen?
Kurzvita

Christian Aigner ist der Fachbereichsleiter der Sachwalterschaft bei VertretungsNetz.Als Zivildiener begann er bereits die Arbeit mit intellektuell beeinträchtigten Menschen in einer großen Einrichtung und schloss die Ausbildung zum Behindertenpädagogen ab. Die Ausbildung zum diplomierten Sozialarbeiter folgte und danach war er operativ als Patientenanwalt und Sachwalter in OÖ tätig.
Nach Absolvierung der Sozialakademie wechselte er in die Zentrale von VertretungsNetz als Leiter der Abteilung Personal und Organisation. Neben Weiterbildungen zum Supervisor, Coach und Organisationsentwickler ergänzt eine systemische Ausbildung seine Kompetenzen. Er war auch einige Jahre organisationsintern und extern als Berater tätig und ist seit 2015 verantwortlich für den gesamten Fachbereich Sachwalterschaft.

Photocredit und Copyright: Albert Maresch VertretungsNetz

Sabine Stortenbeek - Wiener Leadership Kongress 2017
Sabine Stortenbeek

zuletzt Prokuristin (derzeit in Bildungskarenz) , Projekt Bank für Gemeinwohl

Was geschieht, wenn die Beziehung zwischen den Menschen die Führung übernimmt?

Lebendigkeit und Authentizität im Führen und Geführt werden – das wünschen sich heute viele Menschen in den unterschiedlichsten Organisationen. Allerdings sind gewisse Vorbedingungen nötig, damit Lebendigkeit und Authentizität überhaupt erst entstehen und gedeihen können. Was sind das für Vorbedingungen? Und warum gelingt das, was sich doch so viele wünschen, in den seltensten Fällen?

Im Projekt Bank für Gemeinwohl treffen viele interessante Aspekte der Führung, Organisationsstruktur und Beziehung der Menschen untereinander zusammen. Anhand der konkreten Erlebnisse im Kontext dieses Projekts beschäftigt sich der Impuls mit Fragen wie:

  • Auf welche subtile Weise wirken sich juridische Strukturen auf die Beziehung von Zusammenarbeitenden aus?
  • Worauf gründet sich „natürliche Autorität“?
  • Gelingt Beziehung im Kreis besser?
  • Warum sind Konflikte die Chance schlechthin für eine Weiterentwicklung der Arbeitsbeziehungen (und werden aber meistens nicht genutzt)?
  • Lebendigkeit: Wie greife ich das nicht greifbare?

Sabine Stortenbeek versucht, den Blick zu schärfen für das, was die eigentliche Grundlage von Zusammenarbeit bildet: nämlich die einzigartige Beziehung von Mensch zu Mensch.

Kurzvita

Sabine Stortenbeek studierte Japanologie, Wirtschaftswissenschaften und Psychologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach ersten Stationen bei PricewaterhouseCoopers Consultants und IBM Business Consulting Services in Tokyo arbeitete sie längere Zeit für SAP an Standorten in Shanghai und Bratislava. Danach wechselte sie zum Projekt Bank für Gemeinwohl, einer zivilgesellschaftlichen Initiative zur Gründung einer ersten ethischen Alternativbank in Österreich. Dort war sie zuerst als Projektleiterin, dann als Prokuristin tätig.

More to come soon!

Karin Weigl, Wiener Leadership Kongress 2016
Karin Weigl
Moderation

Initiatorin und Veranstalterin des Wiener Leadership Kongresses
Unternehmensberaterin und Leadership Coach
www.karin-weigl.at

Kurzvita
Die Unternehmen der Zukunft werden vor allem selbstreflektierte und empathische Führungskräfte brauchen, die Beziehungen gestalten können. Mit ihrer Arbeit und dem Wiener Leadership Kongress will Karin Weigl einen Beitrag dazu leisten, bewusst zu machen, dass Führung vor allem dann gut gelingen kann, wenn man sich selbst wirklich kennt.
Die studierte Anglistin sowie auf der WU ausgebildete Marketingfachfrau mit einem Master in Coaching und OE hat als ehemalige Marketing Direktorin eines internationalen IT Konzerns selbst praktische Führungserfahrung gesammelt und begonnen, sich intensiv mit sich auseinanderzusetzen. 2010 gründete sie ihr eigenes Beratungsunternehmen und arbeitet heute mit Führungskräften in Gruppensettings und Einzelcoachings.

www.karin-weigl.at

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